Wie wurde der Mensch, was er heute ist? Eine Würdigung von Peter Sloterdijks origineller philosophischer Anthropologie.

"Die Bewohner der industrialisierten Welt bauen auf dem Fundament des materiellen Überflusses neue Staatspaläste. So viel materielles Wohlbefinden, so viel Schutz durch Recht, so viel Versicherung und Vorsorge, so viele Lebenschancen wie seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren noch nie in der Geschichte der Menschheit. Zugleich waren auch noch nie so viel Larmoyanz, so allgegenwärtige Abstiegsängste, ein solches ständiges Gefühl des Zukurzgekommenseins, kurzum, so viel zufriedene Unzufriedenheit privilegierter Palastbewohner. Die Schere zwischen objektivem Reichtum und subjektivem Unwohlsein öffnet sich immer weiter."

"So oder so gilt, dass wir im Zeitalter leben, in dem die Summe der unbeabsichtigten Nebenwirkungen jene der erwünschten Resultate um ein Vielfaches übersteigt. Die Apokalypse des Menschen ist etwas Alltägliches geworden."

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